Leistungsmanagementaktivität im primären Gesundheitswesen
Leistungsmanagementaktivität im primären Gesundheitswesen
Befähigung der Verantwortlichen im Gesundheitswesen der Bezirke, messbare und nachhaltige Verbesserungen in der Primärversorgung voranzutreiben

Übersicht
Eine starke Primärversorgung ist die Grundlage für widerstandsfähige und gerechte Gesundheitssysteme. Die Verwirklichung dieser Vision erfordert eine effektive lokale Führung, insbesondere auf Bezirksebene, wo Richtlinien in Dienstleistungen umgesetzt werden und Systeme auf die Bedürfnisse der Bevölkerung treffen. Bezirksgesundheitsmanagementteams (DHMTs) spielen dabei eine zentrale Rolle. Dennoch arbeiten sie häufig mit eingeschränktem Zugang zu Echtzeitdaten, begrenzten Ressourcen und nur begrenzten Befugnissen, um nachhaltige Leistungsverbesserungen zu erzielen.

Das von der Gates-Stiftung finanzierte PHC-PM-Projekt arbeitet in Ghana und Ruanda daran, diese Lücke zu schließen. Es unterstützt vier regionale Gesundheitsmanagementteams (DHMTs) dabei, Verbesserungen in der Primärversorgung (PHC) zu initiieren, zu messen und nachhaltig zu gestalten und so die Systeme von Grund auf zu stärken.
Das PHC-PM-Projekt, das sich nun im letzten Jahr befindet, hat die DHMTs in den Distrikten North Tongu und Akuapim South in Ghana sowie in den Distrikten Bugesera und Gicumbi in Ruanda über mehrere Implementierungszyklen hinweg unterstützt und so zu messbaren Verbesserungen bei wichtigen PHC-Indikatoren beigetragen, während gleichzeitig nachhaltige Führungs- und Managementkapazitäten aufgebaut wurden.
Ein wesentliches Merkmal dieser Aktivität ist der strukturierte länderübergreifende Lernprozess. Ghana und Ruanda tauschen über verschiedene Zyklen hinweg Strategien und Erfahrungen aus, wodurch der Fortschritt in beiden Ländern beschleunigt und eine wachsende Evidenzbasis für das distriktbasierte Leistungsmanagement geschaffen wird.
Wo wir arbeiten
PHC-PM-Aktivitäten finden statt in:
- Ghana: Bezirke North Tongu und Akuapim South
- Ruanda: Bezirke Bugesera und Gicumbi
In all diesen Kontexten verfolgen die Bezirksteams ihre eigenen Verbesserungsprogramme – und zeigen damit, was lokal gesteuertes Leistungsmanagement leisten kann.

Auswirkungen auf einen Blick

Die Aktionspläne wurden über vier PHC-LDP-Zyklen hinweg umgesetzt und jeweils an einem lokal priorisierten gewünschten messbaren Ergebnis ausgerichtet, das die Bereiche qualifizierte Geburtshilfe, Impfungen, Mütter- und Kindergesundheit, Einsatzbereitschaft und Gesundheitsinformationssysteme umfasste.

Die den Bezirken zur Verfügung gestellten katalytischen Fördermittel – bescheidene, flexible Ressourcen, die es den DHMTs ermöglichten, lokale Prioritäten und Datenerkenntnisse in die Praxis umzusetzen und so Lücken in der Primärversorgung zu schließen, die nicht durch reguläre Budgets abgedeckt wurden.

In Ghana und Ruanda wurden eindeutig positive Ergebnisse festgestellt – darunter verbesserte Führungsfähigkeiten, Effizienz der DHMTs, Transportmöglichkeiten für Gesundheitspersonal und die Verfügbarkeit von Ausrüstung auf allen Versorgungsebenen.

Alle vier Bezirke verbesserten ihre routinemäßigen Datenqualitätswerte – und schufen damit die Evidenzbasis, die die DHMTs benötigen, um Lücken zu identifizieren, Prioritäten zu setzen und Fortschritte über die PHC-Verbesserungszyklen hinweg zu verfolgen.
Unser Ansatz
PHC-PM unterstützt die Bezirksteams durch vier integrierte Komponenten – jede einzelne fördert einen kontinuierlichen Kreislauf aus Datennutzung, lokalen Maßnahmen und gemeinsamem Lernen.
VON DATEN ZU ENTSCHEIDUNGEN
Daten-Dashboards
Aktuelle und leicht zugängliche Daten sind für ein effektives Leistungsmanagement unerlässlich. PHC-PM entwickelt gemeinsam mit nationalen Partnern Daten-Dashboards, die routinemäßige Gesundheitsdaten in konkrete Handlungsempfehlungen umwandeln. Mithilfe dieser Tools können Verantwortliche auf Bezirksebene Fortschritte überwachen, Lücken identifizieren und zwischen den Berichtszyklen – und nicht erst danach – Maßnahmen ergreifen.
- Ghana: DHIMS2-basierte Dashboards mit HISP Ghana
- Ruanda: RHAP-basierte Dashboards mit Zenysis
AUFBAU DER FÜHRUNGSFÄHIGKEIT
PHC-Führungskräfteentwicklungsprogramm (PHC-LDP)
Durch einen strukturierten, erfahrungsorientierten Prozess lernen die DHMTs (District Health Management Teams), Daten in konkrete Maßnahmen umzusetzen und nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Mithilfe des Challenge-Modells identifizieren die Teams eine zentrale Herausforderung im Bereich der Primärversorgung, entwickeln einen lokal angepassten Aktionsplan und setzen diesen über einen Zeitraum von sechs Monaten um, wobei die Fortschritte überwacht werden. Kontinuierliches Coaching und Verhaltens-Selbstbewertungen unterstützen die Teams dabei, ihre Führungskompetenzen, die Zusammenarbeit und die Verantwortlichkeit zu stärken.
RESSOURCEN, DIE LOKALEN PRIORITÄTEN ENTSPRECHEN
Katalytische Zuschussfinanzierung
Flexible Fördermittel ermöglichen es den DHMTs, ihre Aktionspläne eigenständig umzusetzen. Indem wir die Entscheidungsbefugnis auf die Bezirksebene verlagern, stärken wir sowohl die Finanzmanagementkapazitäten als auch die lokale Eigenverantwortung und gewährleisten so, dass die Veränderungen praxisnah, relevant und nachhaltig sind.
KEIN BEZIRK VERBESSERT SICH ALLEIN
Kontinuierliches Lernen & MEL
Lernen ist in jede Phase der Umsetzung integriert. Innerhalb der Länder tauschen die Distrikte Fortschritte aus und passen ihre Maßnahmen durch regelmäßige Lernzyklen an. Länderübergreifend teilen Ghana und Ruanda Erkenntnisse durch gemeinsame Lernveranstaltungen.
Diese Austausche fließen in nationale Workshops und eine wachsende globale Evidenzbasis zur Verbesserung der PHC-Leistung auf Bezirksebene ein.
Projekt-Factsheet
Eine kurze Zusammenfassung der PHC-PM-Aktivitäten – was sie tun, wo sie tätig sind, mit wem sie zusammenarbeiten und was sie erreicht haben.
Was geschieht, wenn Bezirksgesundheitsteams die Führung übernehmen: Reflexionen aus Ruanda zur Leistungsfähigkeit der Primärversorgung
Projektkontakt



MEL-Leitung, PHC-Leistungsmanagementaktivität






