Kann die Formalisierung von Verbindungen zwischen kommunalen Gesundheitsarbeitern, akkreditierten Arzneimittelspendern und Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen ihre Zusammenarbeit verbessern, um den sofortigen Zugang zu Mütter- und Kinderbetreuung zu verbessern? Eine qualitative Studie in Tansania
Kann die Formalisierung von Verbindungen zwischen kommunalen Gesundheitsarbeitern, akkreditierten Arzneimittelspendern und Mitarbeitern von Gesundheitseinrichtungen ihre Zusammenarbeit verbessern, um den sofortigen Zugang zu Mütter- und Kinderbetreuung zu verbessern? Eine qualitative Studie in Tansania
Abstract
Hintergrund
In Tansania waren die Fortschritte bei der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele von 2015 für die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen nur langsam. Eine Intervention brachte kommunale Gesundheitshelfer, Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen und akkreditierte Arzneimittelausgabestellen (ADDO) zusammen, um die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen durch einen Mechanismus der Zusammenarbeit und Überweisung zu verbessern. Diese Studie untersuchte Barrieren, Erfolge und vielversprechende Ansätze zur Verbesserung des zeitnahen Zugangs zur Versorgung durch die Verknüpfung der drei Ebenen der Gesundheitsversorgung.
Methoden
Die Studie wurde im Distrikt Kibaha durchgeführt, wo wir qualitative Ansätze mit Tiefeninterviews und Fokusgruppendiskussionen anwandten. Zu den Teilnehmern der Tiefeninterviews gehörten Apotheker im Einzelhandel (36), Gesundheitshelfer (45) und Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen (15). Wir führten eine Fokusgruppendiskussion mit Distriktbeamten und vier mit Müttern von Neugeborenen und Kindern unter 5 Jahren durch.
Ergebnisse
Die Beziehungen zwischen den drei Versorgungsebenen verbesserten sich nach der Verknüpfungsintervention, insbesondere für ADDO-Spender und Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen, die zuvor keinen formellen Kommunikationsweg hatten. Zu den Erfolgswahrnehmungen der Studienteilnehmer gehörten verbessertes Wissen über das Fallmanagement und die Beziehungen zwischen den drei Versorgungsebenen, ein zeitnaherer Zugang zur Versorgung, eine größere Anzahl von Patienten/Kunden, mehr Treffen zwischen kommunalen Gesundheitsarbeitern und Mitarbeitern der Gesundheitseinrichtungen und ein Rückgang der Kinder- und Müttersterblichkeit. Zu den gemeldeten Herausforderungen gehörten Fehlbestände an Arzneimitteln in der Gesundheitseinrichtung, teilnehmende ADDO-Dispenser, die ihre Arbeit in anderen Regionen aufgegeben haben, Dokumentation von Überweisungen und fehlende Behandlungsmöglichkeiten in Gesundheitseinrichtungen am Wochenende. Das Hauptproblem, das die Nachhaltigkeit der Intervention gefährdet, besteht darin, dass die Mitglieder des Gesundheitsmanagementteams der Kommunalverwaltungen, die für die Erleichterung der Verknüpfung verantwortlich sind, keine Supervisionsbesuche gemacht hatten und daher nicht wussten, wie das Programm lief.
Fazit
Die Studie hebt die Vorteile von Ansätzen hervor, die verschiedene Ebenen von Leistungserbringern miteinander verbinden, um den Zugang zur Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern zu verbessern. Um diese Zusammenarbeit weiter zu stärken, sollten Plattformen für Gesundheitskampagnen Einzelhandels-Medikamentenspender als eine Art kommunaler Gesundheitsdienstleister einbeziehen. Um die Nachhaltigkeit der Verknüpfung zu erhöhen, muss das Gesundheitsmanagementteam der Gemeinde umsetzbare Überwachungspläne entwickeln.


