Optimierung des prophylaktischen Antibiotikaeinsatzes bei Operationspatienten in äthiopischen Krankenhäusern
Optimierung des prophylaktischen Antibiotikaeinsatzes bei Operationspatienten in äthiopischen Krankenhäusern
Von: Getachew Alemkere, Hailu Tadeg, Workineh Getahun, Wendosen Shewarega, Asrat Agalu, Mohan P. Joshi und Niranjan Konduri
Veröffentlichung: Zeitschrift für Infektion und öffentliche Gesundheit; 4. November 2023. DOI: 10.1016/j.jiph.2023.10.037
Abstract
Seit 2018 arbeitet das äthiopische Gesundheitsministerium (MOH) daran, landesweit Antimicrobial Stewardship (AMS)-Programme zu institutionalisieren. Der USAID-Programm für Arzneimittel, Technologien und pharmazeutische Dienstleistungen (MTaPS) unterstützte Äthiopiens vielschichtigen „One Health“-Ansatz zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, die Wirkung einer Qualitätsverbesserungsmaßnahme zur Optimierung des Einsatzes antimikrobieller Mittel zur chirurgischen Prophylaxe zu bewerten.
Von Januar bis Mai 2023 wurden in fünf Krankenhäusern grundlegende AMS-Interventionen eingeführt. Die AMS-Komitees und multidisziplinären Teams auf den chirurgischen Stationen wurden geschult und leisteten vor Ort Unterstützung bei der Umsetzung chirurgischer Antibiotika-Prophylaxe-Interventionen (SAP). Ein Vorher-Nachher-Vergleich wurde für 206 Krankenakten zu Studienbeginn und 213 während der Interventionsphase durchgeführt. Qualitative Daten wurden durch Diskussionen in Workshops zum Erfahrungsaustausch gesammelt, um die quantitativen Ergebnisse zu ergänzen.
Forscher fanden heraus, dass kurzfristige Investitionen in grundlegende AMS-Interventionen dazu beitragen können, den SAP-Einsatz auf chirurgischen Stationen zu verbessern. Um einen umfassenden Erfolg zu erzielen, müssen die AMS-Interventionen jedoch durch gleichzeitige Beachtung einer ordnungsgemäßen Lieferkette sowie der Infektionsprävention und -kontrolle ergänzt werden.