Überlegungen zum Bericht „Global Health 2050“ der Lancet Commission on Investing in Health

Überlegungen zum Bericht „Global Health 2050“ der Lancet Commission on Investing in Health

Von: Damian Walker, Gerechtigkeit Nonvignon, Saba Waseem, Dan Schwarz

Veröffentlichung: Die Lancet-Korrespondenz | Band 406, Ausgabe 10498, S. 28–29 | 05. Juli 2025. DOI: 10.1016/S0140-6736(25)01089-X

Abstrakt

In diesem Schreiben wird der Bericht „Global Health 2050“ der Lancet-Kommission kritisiert, da er Zeitpläne und Ziele ohne ausreichende Begründung verschiebt und damit die ursprüngliche Vision von „Global Health 2035“, eine „große Konvergenz“ im Gesundheitsbereich zu erreichen, effektiv außer Kraft setzt. Die Autoren argumentieren, dass die Verlängerung des Ziels bis 2050 und der Vorschlag einer 50-prozentigen Reduzierung der vorzeitigen Todesfälle, obwohl dies als „realistischer“ Weg bezeichnet wird, globalen Trends widerspricht – insbesondere angesichts der Tatsache, dass viele Länder mit niedrigem Einkommen ihre Gesundheitsausgaben senken. Sie äußern sich besorgt über den technokratischen, selektiven Ansatz des Berichts in Bezug auf die primäre Gesundheitsversorgung und die allgemeine Krankenversicherung, der die Kernprinzipien der primären Gesundheitsversorgung, einer ganzheitlichen, menschenzentrierten Versorgung, untergräbt. Sie weisen darauf hin, dass der Bericht die praktischen Realitäten überlasteter Gesundheitssysteme nicht berücksichtigt. Letztlich stellen die Autoren die Frage, an wen sich der Bericht richtet, und fordern die globale Gesundheitsgemeinschaft auf, sich weniger auf die Entwicklung idealer Investitionsstrategien zu konzentrieren, sondern vielmehr zu verstehen, warum Länder der Gesundheit immer noch keine Priorität einräumen – selbst wenn die Belege dafür eindeutig sind.