Innovation in Bewegung: SAPICS 2025 und die Zukunft der Lieferketten
Innovation in Bewegung: SAPICS 2025 und die Zukunft der Lieferketten
Von: Philippe Francois & Dan Schwarz

2025 war ein Jahr des rasanten globalen Wandels. Mit veränderten Prioritäten der Regierungen, zunehmendem Nationalismus, KI, die Branchen weltweit revolutioniert, und einem Klimawandel, der präsenter denn je ist, befindet sich die Welt in einer dynamischen Zeit. Inmitten dieser sich wandelnden Landschaft trafen sich vom 1000. bis 8. Juni fast 11 Delegierte zum 47.th jährlich SAPICS Konferenz in Kapstadt, Südafrika, um die Zukunft der Lieferketten in einer sich ständig verändernden Welt zu diskutieren.
Das diesjährige SAPICS-Thema Innovation in Bewegungspiegelt die zukunftsorientierte Denkweise wider, die wir als Supply-Chain-Leiter verinnerlichen müssen, und erkennt gleichzeitig an, dass sich die Welt um uns herum in turbulenten Zeiten in Bewegung befindet und verändert. Mit der Entwicklung der Welt müssen sich auch unsere Supply-Chain-Systeme weiterentwickeln – sie müssen widerstandsfähiger, anpassungsfähiger und innovativer werden, um die Erreichung von Gesundheits- und Entwicklungszielen sicherzustellen.
Vier wichtige Erkenntnisse von SAPICS 2025
- Inmitten einer dichten Tagesordnung und eines lebhaften branchenübergreifenden Dialogs stachen mehrere Themen hervor. Hier sind vier wichtige Erkenntnisse aus den Diskussionen in Kapstadt:
- Klimaadaptive Lieferketten: Die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Lieferketten muss für uns Priorität haben. SAPICS präsentierte branchenübergreifend vielversprechende Innovationen von öffentlichen und privaten Partnern zur Verbesserung dieses Bereichs. Das MSH-Team in der Ukraine war dabei führend. arbeiten an der Optimierung Lieferwege und Kraftstoffverbrauch sind ein dreifacher Gewinn – für den öffentlichen Sektor, die Privatwirtschaft und den Planeten. Diese klimafreundlichen Anpassungen bieten sofortige Effizienzsteigerungen und langfristige Widerstandsfähigkeit.
- KI als Sektor-Disruptor: Ein Redner brachte es auf den Punkt: „Allein in den letzten Jahren hat uns KI mehr neue Möglichkeiten eröffnet als in jeder anderen Zeit meines Lebens.“ In mehreren Sitzungen der Konferenz kristallisierte sich KI als disruptive Technologie als beherrschendes Thema heraus. Es gab umfassende Diskussionen über ihre Anwendung in der prädiktiven Analytik, der Rohstoffproduktion und -versorgung sowie über die direkte Einbindung von KI in klinische Behandlungen und die damit verbundene Optimierung des Arzneimitteleinsatzes in Zeiten der Knappheit. Die Branche beginnt gerade erst, das enorme Potenzial dieser neuen Tools zu begreifen, die künftige Innovationen auf eine Weise vorantreiben werden, die wir uns heute noch kaum vorstellen können.
- Zusammenarbeit im öffentlichen und privaten Sektor: Ein wiederkehrendes zentrales Thema der Konferenzdiskussionen war die Frage, wie öffentliche und private Einrichtungen zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele erreichen können. „Sollten wir uns auf Profit oder auf die positive Wirkung für unsere Patienten konzentrieren? – Beides! – Anstatt diese als konkurrierende Prioritäten zu betrachten, müssen wir Wege finden, unsere Anreize aufeinander abzustimmen.“ Privates Fachwissen in Geschäftsprozessen und Effizienz kann öffentliche Gesundheitssysteme stärken, während die zielorientierte Arbeit öffentlicher Programme dem privaten Sektor helfen kann, neue Märkte zu erschließen und sinnvolle soziale Wirkung zu erzielen.
- Frauen in Führungspositionen (der Lieferkette): Mehrere Sitzungen konzentrierten sich auf die Bedeutung der Förderung weiblicher Führungspositionen in der Lieferkettenbranche, darunter ein Panel, das von der ehemaligen MSHer Tiwonge Badze mitmoderiert wurde. In diesem Jahr waren fast 50 % der SAPICS-Teilnehmer weiblich – ein Meilenstein in einer Branche, die traditionell ausschließlich von Männern dominiert wurde. Mentoring-Netzwerke für junge Frauen wachsen in Afrika und darüber hinaus. Eine Podiumsteilnehmerin erklärte: „Die nächste Generation von Lieferkettenführungskräften ist bereits repräsentativer als zu meiner Zeit, und ich freue mich auf eine gleichmäßigere Verteilung in den kommenden Jahren!“
Die Zukunft voraus

Parallel zur Hauptkonferenz veranstaltete MSH eine geschlossene Nebenveranstaltung zu Gruppeneinkäufen, digitalen Plattformen und Betriebskapitalinnovationen zur Verbesserung des Medikamentenzugangs in Subsahara-Afrika. Hochrangige Vertreter afrikanischer Unternehmen, Geber und Regierungsbehörden diskutierten in dieser Diskussion über die jüngsten Bemühungen zur Verbesserung des Medikamentenzugangs – Erfolge und Herausforderungen gleichermaßen – und lieferten wichtige Erkenntnisse darüber, wie regionale Koordination und Finanzinnovationen den Fortschritt beschleunigen können. Gefördert von der Gates Foundation und durchgeführt nach den Chatham-House-Regeln, moderierte MSH diese Diskussionen mit dem Ziel, einen handlungsorientierten Lernaustausch zu fördern. Eine Zusammenfassung wird in den kommenden Monaten veröffentlicht, weitere Diskussionen laufen bereits.
Die in diesen privaten Gesprächen geknüpften Beziehungen dürften in den kommenden Monaten und Jahren zu neuen Kooperationen führen und so die Art von Innovationen vorantreiben, die SAPICS 2025 gefordert hat.