Positiv mit HIV leben: Die nigerianische Unternehmerin baut ihr Geschäft aus, kümmert sich um sich und ihre Familie und betreut andere
Positiv mit HIV leben: Die nigerianische Unternehmerin baut ihr Geschäft aus, kümmert sich um sich und ihre Familie und betreut andere
![[Nachdem sie ihr Geschäft beinahe verloren hätte, betreut Adekeye Dorcas jetzt HIV-positive schwangere Mütter in ihrer Gemeinde und bildet Lehrlinge in der Kunst der Nylonproduktion aus.] {Bildnachweis: Mary Dauda/MSH}](https://msh.org/wp-content/uploads/2018/11/wad-3_business_715x400px.png)
Adekeye Dorcas, gelernte Händlerin in der Nylonproduktion, erwirtschaftete einst genug Einkommen, um ihre Familie zu ernähren. Bei einem Routinebesuch im Gesundheitszentrum im Bundesstaat Kwara wurde sie positiv auf HIV getestet und erhielt sofort Beratungsangebote und eine antiretrovirale Therapie (ART). Die steigenden Anforderungen an ihre Reisezeit an Tagen der offenen Klinik für ART und die Transportkosten begannen die finanzielle Stabilität ihrer Familie zu gefährden. Sie wusste, dass die Einhaltung ihrer Behandlung der Schlüssel dazu war, ihr ein positives Leben zu ermöglichen und sicherzustellen, dass ihr Mann HIV-negativ blieb. Sie wusste auch, dass ihr Kind, das ebenfalls HIV-positiv war, in Behandlung bleiben musste, um ein gesundes Leben zu führen. Da sie mit den Anforderungen ihres Geschäfts nicht Schritt halten konnte, musste Dorcas schließlich den Nylonhandel einstellen und das geringe Einkommen ihrer Familie für den langen Weg zum Gesundheitszentrum ausgeben.
![[Adekeye Dorcas und ihre beiden Kinder in ihrem Haus im Bundesstaat Kwara, Nigeria.] {Bildnachweis: Mary Dauda/MSH}](https://msh.org/wp-content/uploads/2018/11/dscn2510-2_family_715px_1.png)
Entschlossen, ihre Situation zu verbessern, trat Dorcas einer Selbsthilfegruppe bei, die von der Care and Treatment for Sustained Support (CaTSS) Projekt, finanziert von PEPFAR über USAID und implementiert von MSH. Jeden Monat kommt die Selbsthilfegruppe von 50 HIV-infizierten Frauen zusammen, um Fragen rund um ihre Gesundheit, Ernährung und HIV-Behandlung zu diskutieren. Sie lernen auch, wie sie die finanzielle Sicherheit ihrer Familien durch ein Forum der Village Savings and Loans Association (VSLA) verbessern können, das Frauen zusammenbringt, um ihre Ersparnisse zu bündeln und eine Quelle für Kreditmittel zu erhalten. Im Jahr 2014 schrieb sich Dorcas mit Unterstützung der CaTSS-Unterstützungsgruppe ein und erhielt die Genehmigung für ein Darlehen von I0,000 Naira, nachdem sie für einen vereinbarten Zeitraum von sechs Monaten mindestens 500 Naira gespart hatte, sodass sie die Rohstoffe kaufen konnte, die sie brauchte nimmt ihre Nylonproduktion wieder auf.
![[Frauen treffen sich während einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit HIV, um Erfahrungen auszutauschen und ein positives Leben zu fördern.]{Bildnachweis: Saidu Bulus/MSH}](https://msh.org/wp-content/uploads/2018/11/dscn0186-1_support_715x400_0.png)
Das von ihr erwirtschaftete Einkommen ermöglicht es Dorcas, ihre eigenen gesundheitlichen Bedürfnisse und die ihrer Familie zu decken und gleichzeitig die Produktion ihres Unternehmens zu steigern. Sie hat ihren Kredit zurückgezahlt und pendelt nun bequem zur Krankenstation, um Medikamente für sich und ihr Kind zu bekommen.
Dank der VSLA und der Initiative der Selbsthilfegruppe konnte sie ihren Kundenstamm erweitern und größere Mengen Nylon produzieren. „Ich hatte einmal die Hoffnung verloren, aber jetzt kann ich wieder lächeln. Ich möchte auch dem CaTSS-Projekt für diese großartige Unterstützung danken“, sagte Dorcas.
Heute ist Dorcas eine Führungspersönlichkeit in ihrer Gemeinde. Sie ist die Sekretärin ihrer Selbsthilfegruppe und betreut HIV-positive schwangere Frauen, um ihnen zu helfen, ihre Behandlung einzuhalten, ihre eigene Gesundheit zu erhalten und eine Übertragung auf ihre Kinder zu verhindern. Auch in ihrem Handwerk brilliert sie nach wie vor und hat erfolgreich Lehrlinge in der Kunst der Nylonherstellung ausgebildet.
Das CaTSS-Projekt stärkt die lokale Führung und baut Kapazitäten auf, um durch 46 ähnliche Selbsthilfegruppen in den Bundesstaaten Zamfara, Kebbi, Sokoto, Niger und Kwara die Kontrolle der Epidemie zu erreichen.