MSHs Gruppenmodell für Schwangerschaftsvorsorge ist in die guatemaltekischen Gesundheitsnormen integriert
MSHs Gruppenmodell für Schwangerschaftsvorsorge ist in die guatemaltekischen Gesundheitsnormen integriert

Management Sciences for Health (MSH) lobt das guatemaltekische Ministerium für öffentliche Gesundheit und Sozialhilfe (MSPAS) für die kürzlich erfolgte Aufnahme eines innovativen Gruppenmodells der Schwangerschaftsvorsorge in die überarbeiteten nationalen Gesundheitsnormen des Landes. Die Aufnahme dieses Modells – das vom MSPAS mit Unterstützung des MSH und lokaler Partner im westlichen Hochland des Landes umgesetzt wurde, um indigenen Frauen den frühzeitigen Zugang zu den Leistungen der Schwangerschaftsvorsorge und deren Inanspruchnahme zu erleichtern – unterstreicht Guatemalas Engagement für die Ausweitung dieser Initiative auf das ganze Land und ist ein wichtiger Schritt, um allen Frauen den Zugang zu hochwertiger, kulturell relevanter Versorgung zu ermöglichen.
Aufbauend auf einer mehr als 25-jährigen Partnerschaft in Guatemala führt MSH seit 2021 in Zusammenarbeit mit MSPAS und den regionalen Gesundheitsbehörden, lokalen Partnern und traditionellen Vereinigungen von Comadronas (traditionellen Geburtshelferinnen) das Projekt „Gesunde Mütter und Babys“ durch. Das Projekt, lokal bekannt als Utz' Na'n , zielt darauf ab, den Zugang zu qualitativ hochwertiger und kulturell angemessener Versorgung für indigene Frauen und Jugendliche in ländlichen und indigenen Regionen der Departements San Marcos und Quetzaltenango zu verbessern und hat – seit 2024 – seine Reichweite auf zwei weitere Departements (Totonicapán und Sololá) ausgeweitet und seinen Fokus erweitert, um die Ernährung während der entscheidenden 1,000 Tage zwischen der Schwangerschaft einer Frau und dem zweiten Geburtstag ihres Kindes einzubeziehen.
Im Zentrum der Projektinitiative steht die Einführung eines innovativen Modells der Gruppen-Schwangerschaftsvorsorge (GANC), das 2016 von MSH in Uganda erstmals erprobt wurde. Aufbauend auf früheren Erfolgen in Ostafrika nutzte MSH einen nutzerzentrierten Designprozess, um das Modell an die Gegebenheiten des westlichen Hochlands von Guatemala anzupassen. Dort haben indigene Frauen, von denen die Hälfte zu Hause entbindet, ein um 30 Prozent höheres Risiko der Müttersterblichkeit (139 Todesfälle pro 100,000 Lebendgeburten). Das Modell fördert den Dialog zwischen Schwangeren, ihren Betreuerinnen (Comadronas) und dem Gesundheitspersonal von MSPAS. So werden Schwangere dabei unterstützt, Warnzeichen in der Schwangerschaft zu erkennen, bei Bedarf medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen und die Selbstfürsorge zu stärken. Auf Anfrage von MSPAS implementiert Utz' Na'n das GANC-Modell in über 400 Gesundheitseinrichtungen in 81 ländlichen Gemeinden in vier Departements und hat seit Mai 2020 fast 32,000 Gruppen- und Einzelkontakte in der Schwangerschaftsvorsorge ermöglicht.
MSH hat sich verpflichtet, MSPAS bei der Ausweitung dieses lebensrettenden Gruppenversorgungsmodells zu unterstützen, was letztendlich zu einem besseren Zugang zu ANC-Diensten für Frauen im ganzen Land führen und die weiteren Fortschritte des Ministeriums bei der Senkung der Müttersterblichkeit in Guatemala unterstützen wird.
Dr. Gustavo Barrios, Projektleiter von Utz' Na'n
In Anerkennung dieses Erfolgs und aufgrund der begeisterten Reaktion der Gesundheitsteams der einzelnen Abteilungen hat MSPAS beschlossen, das GANC-Modell in seine überarbeiteten nationalen Gesundheitsnormen aufzunehmen , was einen bedeutenden Fortschritt hin zu einem verbesserten Zugang zu Schwangerenvorsorgeleistungen für alle Frauen darstellt.
Ende Juli 2025 präsentierte MSPAS offiziell die überarbeiteten Normen – die erste Aktualisierung seit über sieben Jahren –, die nun auch die GANC-Methodik beinhalten. Das Gruppenmodell verbindet die persönlichen Erfahrungen von Frauen mit dem Fachwissen von Gesundheitsfachkräften und kombiniert Möglichkeiten zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung mit strukturierten Schulungen zu wichtigen Themen wie Schwangerschaftskomplikationen, Ernährung, Geburt und Wochenbett. Jede Schulung ist auf das jeweilige Stadium der Schwangerschaft oder der frühen Mutterschaft abgestimmt, sodass die vermittelten Informationen praxisnah und umsetzbar sind. Dieser doppelte Fokus auf Wissen und Unterstützung durch die Gemeinschaft stärkt das Selbstvertrauen und die Vorbereitung der Frauen, trägt dazu bei, Verzögerungen in der Versorgung zu vermeiden und fördert direkt die Gesundheit der Familien.
„Die Integration dieses Modells in die nationalen Normen ist ein wichtiger Schritt von MSPAS und ein nachhaltiger Beweis für die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen MSH und dem Ministerium“, sagt Dr. Gustavo Barrios, Projektleiter von Utz‘ Na‘n. „MSH unterstützt MSPAS dabei, dieses lebensrettende Gruppenbetreuungsmodell auszubauen. Dies wird letztendlich zu einem besseren Zugang zu ANC-Diensten für Frauen im ganzen Land führen und die kontinuierlichen Fortschritte des Ministeriums bei der Senkung der Müttersterblichkeit in Guatemala unterstützen.“ Mit der Aufnahme des GANC-Modells in die nationalen Normen möchte MSPAS diesen transformativen Ansatz über die Projektumsetzungsgebiete hinaus replizieren und seine Reichweite ausweiten. So wird sichergestellt, dass Frauen in ganz Guatemala auch in den kommenden Jahren gleichberechtigten Zugang zu hochwertiger Mütterbetreuung haben.