Nigeria ebnet einen nachhaltigen Weg für die HPV-Impfung
Nigeria ebnet den Weg für eine nachhaltige HPV-Impfung: Evidenzbasierte Aufklärungsarbeit zur Stärkung der Gebärmutterhalskrebsprävention

Management Sciences for Health (MSH) arbeitet im Rahmen des Projekts „Evidenzbasierte technische Interessenvertretung für die Einführung der HPV-Impfung in Nigeria“ mit Regierungsvertretern und anderen Akteuren zusammen, um die Prävention und Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs landesweit zu stärken. Die Initiative unterstützt zwei sich ergänzende Maßnahmen: die Generierung lokaler Evidenz für fundierte Entscheidungen und die Förderung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit, um die HPV-Impfung in Nigeria nachhaltig zu gestalten.

In Zusammenarbeit mit dem Solina Centre for International Development and Research (SCIDaR) und Women Advocates for Vaccine Access (WAVA) veranstaltete MSH am 7. November 2025 in Abuja einen Workshop mit nationalen und subnationalen Gesundheitsverantwortlichen zum Thema „ Nigeria Policy and Advocacy for Sustained HPV Vaccination: Evidence for Informed Technical Advocacy Dissemination“.
Die Veranstaltung brachte Vertreter der Bundes- und Landesgesundheitsministerien, der Nationalen Agentur für die Entwicklung der Primärversorgung (NPHCDA), des Ministeriums für Frauenangelegenheiten, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer wichtiger Partner zusammen, um neue Erkenntnisse und politische Wege zur Aufrechterhaltung des HPV-Impfprogramms des Landes zu erörtern.
Ein gemeinsames Engagement für die Gesundheit von Frauen
Bei der Eröffnung des Workshops lobte Dr. Dan Schwarz, Chefarzt des MSH, Nigerias starke Führung und sein Engagement für die Gesundheit von Frauen.
„Gebärmutterhalskrebs ist vermeidbar, und Nigeria unternimmt entscheidende Schritte, um künftige Generationen zu schützen“, sagte er.
Schwarz hob die langjährige Partnerschaft von MSH mit der nigerianischen Regierung und deren Engagement für die Stärkung nationaler Systeme zur Erzielung nachhaltiger gesundheitlicher Wirkung hervor.
„Unsere Philosophie ist einfach: Wir stärken die nationalen Systeme und befähigen die lokale Führung, um nachhaltige Verbesserungen im Gesundheitswesen zu erzielen. Nigeria verfügt über die technischen Kapazitäten, die politischen Rahmenbedingungen, die fachliche Expertise und den politischen Willen. Die Frage ist nun, wie wir die bereits erzielten Fortschritte sichern und ausweiten können.“
Dr. Dan Schwarz, MSH Chief Medical Officer
Feier eines Meilensteins in der Frauengesundheit
Seit ihrem landesweiten Start im Jahr 2023 hat die HPV-Impfkampagne in Nigeria über 12 Millionen Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren erreicht und zählt damit zu den größten HPV-Impfkampagnen weltweit. Dr. Ahmed Rufai, Direktor für Krankheitsbekämpfung und Immunisierung, bekräftigte im Namen des Exekutivdirektors der NPHCDA das Engagement der Regierung:
„Unser Ziel ist es, Gebärmutterhalskrebs in Nigeria auf null zu reduzieren. Ein wahrer Erfolg wird erst dann eintreten, wenn Eltern in Gesundheitseinrichtungen kommen und nach der HPV-Impfung für ihre Töchter fragen.“
Beweise für Maßnahmen
Im Rahmen des Projekts „Evidenzbasierte technische Interessenvertretung“ führten MSH und Partner in den Bundesstaaten Kano, Kaduna und Lagos Studien durch, um Chancen und Herausforderungen für die nachhaltige HPV-Impfstoffversorgung zu ermitteln. Die Analyse ergab, dass die Impfung jedes impfberechtigten Mädchens zwischen 9,000 und 14,000 Naira (ca. 6–9 US-Dollar) kostet und unterstrich die Notwendigkeit von Strategien auf Landesebene, zweckgebundenen Haushaltsmitteln und stärkeren Koordinierungsmechanismen, um die Kontinuität der Impfungen auch nach dem Auslaufen der Gavi-Unterstützung zu gewährleisten.
Nachhaltige Lösungen vorantreiben
Die Beteiligten erörterten Prioritäten in den Bereichen Politik, Finanzierung und Koordinierung, um die nächsten Schritte festzulegen:
- Politische Reform: Nationale und bundesstaatliche Rahmenbedingungen aufeinander abstimmen, Impfungen auf alle Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren ausweiten und schulbasierte HPV-Zertifizierungsanforderungen prüfen.
- Finanzierung: Legen Sie klare Budgetlinien fest, nutzen Sie den Basis-Gesundheitsversorgungsfonds und entwickeln Sie auf Landesebene Korbfonds, um eine kontinuierliche Finanzierung für Routineimpfungen sicherzustellen.
- Koordinierung: Die technischen Arbeitsgruppen (TWGs) sollen gestärkt, die Scorecards überarbeitet und die HPV-Aktivitäten in die jährlichen operativen Pläne integriert werden, um Rechenschaftspflicht und Eigenverantwortung zu gewährleisten.
Der bemerkenswerte Anstieg der HPV-Impfquote im Bundesstaat Kano von 4 % auf 86 % wurde als Vorbild für lokale Führung, staatliche Eigenverantwortung und Partnerkoordination hervorgehoben.
Die Teilnehmenden betonten, dass eine nachhaltige HPV-Impfung einen sektorübergreifenden Ansatz, das Vertrauen der Bevölkerung und eine starke lokale Führung erfordert. Die Partner bekräftigten ihr gemeinsames Engagement, sicherzustellen, dass jedes nigerianische Mädchen – ob in der Schule oder nicht – Zugang zu diesem lebensrettenden Impfstoff hat.
Elizabeth Hassan, HPV-Ansprechpartnerin der NPHCDA, dankte MSH, SCIDaR, WAVA und allen unterstützenden Partnern: „Nigerias Erfolg ist eine gemeinsame Leistung. Lasst uns weiterhin vom Dialog zum Handeln übergehen und Gebärmutterhalskrebs der Vergangenheit angehören lassen.“